Was 1918 in einer Backstube begann...

06.05.2018

Die Landeskirchliche Gemeinschaft Erlangen feiert 100-jähriges Jubiläum

Kaum zu glauben, dass die Geschichte unserer Landeskirchlichen Gemeinschaft einst so unscheinbar in einer Backstube begann! In einem feierlichen Gottesdienst am Sonntag, den 6. Mai, konnten wir auf diesen Beginn und eine bewegende Geschichte von 100 Jahren zurückblicken.
Unseren Dank als Gemeinde drückten wir durch ein großes Herz aus, an das die Besucher unseres Festgottesdienstes Zettel heften konnten, wofür sie Gott dankbar sind in unserer Gemeinde.
Und weil uns Gott mit einem herrlichen Sommertag beschenkte, konnten wir das gemeinsame Mittagessen im Anschluss an den Gottesdienst drinnen und draußen genießen. Zwischendurch gab es Zeit, so manchen Ehemaligen und alten Bekannten zu begegnen und sich auszutauschen.
Für diesen Festtag kamen nicht nur Pfarrer Hermann Findeisen vom Hensoltshöher Gemeinschaftsverband und Oberin Marion Holland vom Mutterhaus Hensoltshöhe zu Besuch. Auch Bürgermeisterin Dr. Elisabeth Preuß richtete ein Grußwort im Namen der Stadt Erlangen an unsere Gemeinde und dankte für unser Engagement in der Stadt.
In einer Zeit schwerer Not, noch während des Ersten Weltkriegs, trafen sich wenige Menschen zum Gebet im Herzen Erlangens. Mit dem Einsatz vieler Diakonissen aus dem Mutterhaus Hensoltshöhe konnten durch Evangelisationen und Bibelkurse zahlreiche Menschen erreicht werden. Diakonissen begleiteten und förderten die Gemeinde bis heute. So kamen zu unserem Jubiläum auch einige Schwestern aus Gunzenhausen angereist und gaben Zeugnisse über ihre Verbindung zur LKG Erlangen. Sichtlich bewegt zeigte sich auch Pfarrer Findeisen über das Jubiläum und das Gemeindewachstum, das unsere Gemeinde in den letzten Jahren mit Gottes Hilfe erlebt.
So konnten wir bunte Luftballons steigen lassen mit einer mutmachenden Botschaft für die Finder: „Der Herr schützt dich vor allem Unheil, er bewahrt dein Leben. Jetzt und für immer ist er für dich da.“ Genau diese Botschaft wollen wir Menschen auch noch die nächsten 100 Jahre mit auf den Weg geben und damit in die Stadt Erlangen hineinwirken.

Maria Löhe